Neuseeland

Kia ora,

newzealand1-dsc01377.jpgnewzealand1-dsc01373.jpgdas war jetzt Maori fuer Hallo. Ich hab schon wieder viel zu lange das schreiben vor mit hergeschoben, doch jetzt wirds gemacht. Bin seit dem letzten Post aus Cairns die Ostkueste runtergefahren bis Sydney, von da nach Christchurch in Neuseeland und mittlerweile bin ich in Auckland, auch noch Neuseeland.

Der Micha mit dem ich durchs Outback getourt bin ist ja wieder nach Adelaide abgehauen um weiterzustudieren, also war ich erstmal allein in Cairns und bin dann mit dem Bus 27 Stunden nach Sueden nach Noosa an der Sunshine Coast gefahren. Ich wollte halt so schnell und so billig wie moeglich wieder in eine Surfregion kommen und das wellenblockende Great barrier Reef hoert halt nunmal kurz newzealand1-dsc01175.jpgnewzealand1-dsc01176.jpgueber Noosa auf. Dort hab ich dann zwei schweizer Surfer und noch zwei andere deutsche surfer kennengelernt mit denen ich dann um Noosa herum surfen war. War ganz praktisch, die Schweizer hatten einen Van in den wir uns alle reinquetschen konnten.

newzealand1-dsc01178.jpgNach ein paar Tagen hat dann aber auch da der Swell nachgelassen und ich hab mich wieder weiter nach Sueden mit kurzem stop in Brisbane nach Byron Bay verzogen. Byron Bay ist eigentlich ein kleines Kaff mit lauter Surfern, Hippies und Backpackern und dementsprechend gibts immer viel Party. Es liegt ziemlich nahe an Nimbin dem Kifferort schlechthin in Australien wo quasi die Polizei kiffen toleriert. Ausserdem gibts in Byron Bay richtig guten Surf, da gibts direkt am Hostel, welches direkt am Strand ist so ein Schiffswrack an dem sich ein newzealand1-dsc01180.jpgkuenstliches Reef gebildet hat was wiederum optimale Wellen produziert. Dann gibts noch den Pointbreak “The Pass” wo man mit einem Longboard mal eben 200m lang auf einer Welle bleiben kann und es gibt den Tallow Beach mit ein bisschen aggressiven Locals, was aber ein perfekter Beachbreak ist. Die besten Wellen bis jetzt gabs da, mit perfektem Offshore als wir da waren haben sich da einige Barrels gebildet.

Und selbst wenn es in Byron keine Wellen gab konnte man da einfach gut Party machen, hab dort den Felix, aus Stuttgart und zwei Englaender kennengelernt, wir haben dann abends immer einiges an Goon(4.4l Weinkanister fuer $8) vernichtet.

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newzealand1-dsc01266.jpgnewzealand1-dsc01271.jpgNach einer Woche hab ich mich dann von Byron Bay losreissen koennen und bin nur 20 min weiter nach Lennox Head mit dem beruehmten Lennox Head Pointbreak. Lennox Head ist nochmal viel kleiner als Byron Bay und hat einfach einen Hammer Surf! Die Wellen da waren wirklich powerful und dazu kamen noch sehr sehr starke Stroemungen so dass man mit dem Board staendig in eine Richtung paddeln musste um an einem Fleck zu bleiben, aber wenn man dann mal auf einer dieser Wellen war hat sichs auch wieder rentiert. In Lennox wars dann auch wo ich die zwei Bayern, Hans und Martin und die Chrissie getroffen habe mit denen ich dann bis nach Sydney mitgefahren bin. Die hatten 2 Ford Falcon Kombis, der von den Bayern mit Bullbar, Schafsschaedel und deutscher und bayrischer Flagge(die Bayern halt…). Wir haben dann noch stop in Anna Bay 150km vor Sydney gemacht, da kannten die einen alten deutschen Auswanderer, den Fritz, der seit 1983 in Australien lebt und dort eine Werkstatt hat. Der war ziemlich trinkfreudig und hatte immer paar gute Sprueche auf Lager. Da der ja schon ziemlich lang in Anna bay wohnte kannte er auch so versteckte Straende wie den Samurai Beach, auf den kommt man nur ueber eine ziemlich heftige 4WD Strasse und da der Fritz einen 4WD hatte sind wir da gleich mal hin. Angekommen, optimaler Surf und nur 2 Leute im Wasser, einfach traumhaft. In Byron oder Lennox hat man sich immer mit 50 anderen Surfern um die Wellen streiten muessen und hier gabs den perfekten Surf fast menschenleer!!!

Nach Anna Bay gings dann direkt ins riesige Sydney was erstmal wieder ziemlich ungewoehnlich nach so kleinen Doerfern wie Lennox war. In Sydney dann erstmal die ueblichen Sehenswuerdigkeiten angeschaut und ordentlich Party gemacht, kann den Club 77 nur empfehlen! Als Surfer musste ich natuerlich auch zum beruehmten Bondi Beach gehen, hatte schon vorher gehoert dass der Surf da immer ziemlich ueberfuellt ist aber dachte mir, dass vielleicht im Winter nicht soviel los waere… nix da, auch im Winter bei unter Durchschnitt Bedingungen total ueberfuellt im Wasser und die Leute fahren uebereinander drueber und scheren sich einen Dreck um andere Surfer. Kein schoener Platz zum surfen…
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Am 7. August ist dann mein Visum in Australien ausgelaufen und an dem Tag bin ich dann auch auf die Suedinsel Neuseelands nach Christchurch geflogen. Ich hatte schon Dauerregen und minustemperaturen erwartet aber als ich dann in Christchurch ankam gabs erstmal 2 Tage komplett blauer Himmel und Sonnenschein, kalt wars aber trotzdem. Da ja Neuseeland fuer die Natur bekannt ist bin ich dann auch so schnell wie moeglich raus aus Christchurch in die neuseelaendischen Alpen nach Arthur’s Pass mit dem Zug gefahren. Die Zugfahrt sollte eine der Spektakulaersten ueberhaupt sein, ging dann auch ueber schoene Viadukte aber irgendwie wars den hohen Preis dann doch nicht wert. Naechstes mal wuerde ich mit dem Bus fahren, bei den verrueckten Busfahrern hier ist die Busfahrt auf der Alpenstrasse ein richtiges Abenteuer. In dem winzigen vielleicht 10 Haeuser Bergdorf Arthur’s Pass angekommen gabs erstmal den schon vorher erwarteten Dauerregen. Die Prognose war 3 Tage durchregnen doch ich hatte mir vorgenommen einen von den vielen 2-3 taegigen Tramps zu machen(Tramps sind hier quasi so unbefestigte Trampelpfade auf denen es ab und zu eine Huette gibt in der man dann uebernachten kann). Ich hab mir dann so eine riesige Tuete gekauft um meine Sachen im Rucksack trockenzuhalten und bin im Regen los um den Lagoon Saddle Tramp zu machen. Alle anderen waren von vornherein unmoeglich da durch den Regen die meisten Flussdurchquerungen impassabel geworden sind. Ich musste dann erstmal von Arthur’s Pass ins 50km entfernte Bealey kommen wo der Tramp startete, da ja in Neuseeland per Anhalter fahren ganz gut funktioniert hab ich das mal gemacht und bin dann auch nach ca. einer Stunde vom 5. Auto mitgenommen worden, ist halt bloed auf so einer unbefahrenen Bergstrasse ist einfach nicht soviel los. War dann zu dem Zeitpunkt auch schon voellig durchnaesst aber ich wollte den Tramp ja schon machen. Der Tramp ging dann erstmal durch einen dichten Wald ziemlich steil bergauf wobei ich meine durchgefrorenen nassen Fuesse erstmal wieder mit Blut fuellen konnte. Oben an der Waldgrenze angekommen gings dann ueber den Sattel auf einem sehr schlammigen Pfad, man ist quasi staendig in 10cm tiefem Wasser/Schlamm gelaufen und war auch noch dem Regen/Hagel total ungeschuetzt ausgesetzt. Es ging dann noch ziemlich lange so und ich hab mir schon hinter jeder Wegbiegung die schuetzende Huette erdacht, bin dann aber erst nach 3 Stunden Marsch angekommen. Auf der Hoehe der Huette hatte sich der Regen/Hagel dann schon in einen Schneesturm verwandelt und ich total durchnaesst, dachte wirklich dass ich jezt erfireren wuerde. In der eigentlichen Huette, die nicht viel hergab ausser einem mit 5cm Matsch angefuellten Boden und einer Kerze wars dann auch nicht viel waermer wie draussen und ich hatte Muehen mit meinen eingefrorenen Finger das eingefrorene Nutella auf mein Brot zu bekommen ich brauchte wirklich eine Staerkung. Hab leider auch kein Photo von der Huette da ich in dem Moment mehr Sorgen hatte wie ich da nur die Nacht ueberstehen oder noch an dem Tag vor Sonnenuntergang ins Tal zurueckzukomme. Wenn aber mal einer zur Lagoon Saddle Hut kommt, ich steh mit sehr kritzliger verfrorener zittrieger Schrift im Visitors Book :) . Naja mit der Kraft des Nutella hab ichs dann noch geschafft zurueck zu einer anderen Huette, der Bealey Huette zu kommen, die zwar auch keinen Ofen hatte aber weiter unten im Tal und damit waermer war. Mein Schlafsack im Rucksack ist zum Glueck durch die Tuete trocken geblieben und so konnte ich wenigstens eine trockene wenn auch kalte Nacht in der Huette verbringen waehrend draussen der Regen zum Gewitter und Sturm wurde.

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Am naechsten Tag dann als ich aufgewacht bin war ich schoen erstaunt als das staendige haemmern und wehen an der Huette aufgehoert hatte und als ich rausschaute sah ich einen komplett blauen Himmel mit Sonne!!! Als ich das sah hab ich mich richtig gut gefuehlt und bin dann schnell in meine noch nassen Sachen und ins Tal und dann wieder per Anhalter nach Arthur’s Pass ins warme Hostel.

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So im nachhinein war der Tramp dann bis auf das viele frieren doch recht schoen und ich hab dann noch ein paar schoene Tage in Arthur’s Pass gehabt in denen ich noch ein paar kleinere Wanderungen zum beispiel zur Avalanche Peak gemacht habe.

Zurueck in Christchurch hab ich mir dann erstmal noch ein warmes Fleece gekauft und hier von Auckland aus werd ich jetzt morgen wieder auf einen 4-taegigen Tramp um einen Vulkan, den Mount Taranaki gehen. Ist ja auch waermer hier…

E noho rā …oder so aehnlich.

7 Antworten zu „Neuseeland“

  1. Boris sagt:

    Mal wieder ein sehr schöner und unterhaltsamer post!!!! Very nice, sir. Am besten fand ich deinen Tramp, muahaha. Hammers Pics wie immer O_O

    Also, noch ne schöne Zeit,

    Gruß,

    Boris

  2. johanna sagt:

    hey benny ich finde es auch sehr schön oma hat sich natürlich auhc wider rießg gefreut viele leibe grüße
    dei nichte johanna

  3. de Lance sagt:

    Super cool! Beim nächsten mal Handschuhe, und dicke Socken einpacken:P
    Ich hab heute die “Zusage” bekommen, dass ich für eine Uni in Aidelaide “nominiert” bin…werde also wahrscheinlich nächstes Jahr in deine Fußstapfen treten;)
    Viel Spass noch, und ne geile Zeit!

  4. Mela sagt:

    Oh Mann Benny, wie immer absolute Spitze!!! Freu mich immer wieder aufs Neue riesig wenn wieder was von Dir auf dem Bildschirm erscheint.

    Meine volle Bewunderung für Deinen einsamen Trip auf die Hütte. War bestimmt ne sehr berreichernde Erfahrung und Konfrontation mit Dir selbst :-)

    Also mach weiter so, ich freu mich schon sehr auf den nächsten Bericht!!!!

    1000 liebe Grüße aus dem Gäu
    Mela

  5. Simon sagt:

    Wow, Benni, wie geil! Bist ja schon ein richtiger Pfadfinder geworden. Da komm ich mir hier in meinem klimatisierten Großstadt-Hostel grad schon wieder langweilig vor… Weitermachen so und bis Weihnachten dann, zurück in unserer li la laune-Party-WG!
    Gruß, Simon

  6. Borwin sagt:

    Zart benni echt zart ich würde sagen alles richtig gemacht. des mit diesem surferslang kommt dir glaub ich ziemlich gelegen du hattest ja schon immer ein händchen für fremdwörter in die sätze einbaun. freu mich schon dich hier in der “li la laune wg” einlaufen zu sehen bis dahin reef surf offshore barrels hoch die tassen bis bald und weiter so

  7. Miri sagt:

    Hi Benni,

    du erlebst ja mal wieder die unglaublichsten Abenteuer, ich bin echt stolz auf dich und auch ein bißchen neidisch auf die tollen Sachen, die du erlebst. Genieß es, in Stuggi ist alles wie immer… Party, Uni, Freibad… Surf ne Runde für mich mit,

    Liebe Grüße
    Miri

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